Die Sorten, deren Echtheit von der pomologischen Kommission des Pomologen-Vereins bestätigt wurden oder mittels molekularer Marker bestätigt wurden, sind mit „V“ (verifiziert) hinter dem Sortennamen gekennzeichnet.

B

  • Badeborner Schwarze Knorpel, in der 2. Hälfte des 19. Jhd. in Badeborn bei Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) gefunden und von der Baumschule Wilhelm Teickner (Gernrode, Harz) seit 1912 verbreitet. Ersterwähnung 1912 in der Provinzialsächsischen Monatsschrift für Obst-, Wein- und Gartenbau (S. 51-52 und S. 185-186). Die Sorte ist vermutlich identisch mit der „Farnstädter Schwarze“ (Obstsortenwerk. Alte Süßkirschensorten, 2010, S. 62) = Badeborner, Badeborner Schwarze.
  • Böhmische Kastanienkirsche, Erstbeschreibung 1941 von Karel Kamenický (Atlas trzních odrud ovocných, Praha S. 66), Herkunft: Tschechien = Kastanka (Tschechien), Guigne Chátaigne de Boheme.
  • Bopparder Frühe, Reiser derzeit nicht lieferbar; Ersterwähnung 1892 in der Zeitschrift Deutscher Garten, Bd. 7, S. 385. Erstbeschreibung 1937 bei Jan Riha (Ceské ovoce II. Trešne, višne, slívy a švestky, Prag S. 13f). Herkunft: Mittelrhein = Bopparder Frühkirsche, Boppardská raná, Boppardska rana srdcovka, Frühe aus Boppard, Frühe von Boppard, Précoce de Boppard.
  • Braunauer, V, ursprünglich eine Lokalsorte aus dem Kreis Querfurt (Sachsen-Anhalt). Um 1900 aus einer Formengruppe als bester Typ ausgelesen. Ersterwähnung 1920 in der Provinzialsächsischen Monatsschrift für Obst-, Wein- und Gartenbau (S. 128) = Brunokirsche (Anbaugebiet Witzenhausen).
  • Büttners Rote Knorpelkirsche, trug 1795 das erste Mal. Wurde in Halle (Saale) von Stiftshauptmann Büttner aus Samen gezogen. Erstbeschreibung von Büttner selbst als „Neue rothe Knorpelkirsche“(Der Teutsche Obstgärtner, Bd. 7, S. 388 f) = Altenburger Melonenkirsche (Sachsen), Bigarreau Büttner´s Rote, Bigarreau Cartilagineux, Bigarreau Cartilagineux deBüttner, Bigarreau neue Rote, Bigarreau Rouge Büttner, Bütnerova pozdní chrupka (Tschechien), Büttners Rote neue Knorpelkirsche, Emperor Francis, Grosse rote Knorpel, Lauermanns Kirsche, Lauermanns Knorpelkirsche, Königskirsche, Melonenkirsche, Neue rote Knorpel, Königskirsche, Kaiser Franz, Napoleon, Royal Ann, Witzenhäuser Königskirsche (Nordhessen).

 

C

  • Coburger Maiherz – Typ Sahlis-Kohren, V, alte Sorte, deren Entstehung unklar ist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war sie in der Region Sahlis-Kohren bereits auf Altbäumen verbreitet. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war sie als „Coburger Maiherzkirsche“ regelmäßig in Sortenbeschreibungen und auf Empfehlungslisten aufgeführt. Das Illustrirte Handbuch der Obstkunde von 1875 vermutet einen Ursprung in Frankreich (Bd. 3, S. 51-52). Im Sortenwerk „Deutschlands Obstsorten“ (Bd. 5) wird 1927 ausgeführt, dass die Sorte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Coburg aufgefunden wurde, doch ursprünglich aus Bollweiler im Elsass stammen soll. Da inzwischen mehrere Frühkirschen unter dem Namen Coburger Maiherz verbreitet waren, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts die als wertvollste Sorte dieses Namens erachtete, aus der Gegend Sahlis-Kohren stammende Kirsche, von der Diemitzer Kirschenkommission als „Coburger Maiherz – Typ Sahlis-Kohren“ bezeichnet = Altländer Hedelfinger, Braune aus Buhlbronn, Coburger Maiherzkirsche – Typ Sahlis-Kohren, Coburger, Falsche Hedelfinger, Frühe Hedelfinger, Harlemer, Guigne Precoce de Coburg, Harl, Koburská raná (Tschechisch), Murgtalperle, Witzenhäuser Frühe.

 

D

  • Diemitzer Amarelle, V, 1900 wurden von dem Baumschuler Hermann (Zeitz) unter dem Namen „Schöne von Choisy“ Edelreiser an den Provinzialobstgarten Diemitz bei Halle/Saale geliefert. Der eigentliche Ursprung des Mutterbaums dieser Sorte ließ sich nicht mehr feststellen. Erstbeschreibung 1908 unter dem Namen „Schöne von Choisy“ von Müller (Deutsche Obstbauzeitung, S. 217). Später stelle sich jedoch heraus, dass der Name „Choisy“ einer anderen Sorte zukam. Daher erhielt sie von der Sortenprüfungskommission des Deutschen Pomologen-Vereins den neuen Namen „Diemitzer Amarelle“. Ihre tatsächliche Herkunft ist unbekannt = Frühe Ludwig, Ludwigs Frühe.
  • Dönissens Gelbe Knorpelkirsche, V, Ersterwähnung 1825 bei Georg Liegel. Dieser hatte die Sorte 1821 von Truchseß erhalten (Systematische Anleitung zur Kenntnis der vorzüglichsten Sorten des Kern-, Stein-, Schalen und Beerenobstes, S. 162). Erstbeschreibung von Dittrich 1839 (Systematisches Handbuch der Obstkunde, Bd. 2, S. 89). Herkunft: vermutlich in Guben (Brandenburg) als Sämling entstanden und nach dem Züchter benannt = Bernsteinkirsche, Bigarella Luteola, Bigarrcau Jaune de Donissen, Bigarreau Doennissen, Bigarreau Jaune de Dochmissen, Dönissena, Dönissenova (Tschechien), Dönissenova žlutá, Guigne Jaune de Dochmissen, Honigkirsche, La Donis Yellow Bellflower, La Donissen, Zlutý kveton sen, Schwefelkirsche, Smrtelka, Umrlci panny, Voskovky, Wachskirsche, Weißkirsche, Zlutka.

 
F

  • Farnstädter Schwarze, V, die Sorte stammt vermutlich aus dem Querfurter Kirschenanbaugebiet und wurde 1938 erstmals erwähnt (Der Obst- und Gemüsebau, S. 142). Wahrscheinlich ist die Sorte identisch mit der „Badeborner schwarze Knorpel“ (Obstsortenwerk. Alte Süßkirschensorten, 2010, S. 62) = Farnstädter schwarze Knorpelkirsche.
  • Franzens Wilde, V, eine Quelle besagt, dass die Sorte 1850 von Gärtnermeister Franz auf Gut Gödelitz in der Nähe von Döbeln (Mittelsachsen) gezüchtet worden sein soll (http://www.landwirtschaft.sachsen.de/landwirtschaft/14087.htm). Nach einer anderen Quelle stammt die Sorte aus Konstappel bei Sauernitz (zwischen Dresden und Meißen) und wurde durch den Gutsbesitzer Franz in Leuteritz verbreitet (Landesverband Sachsen für Obst- und Weinbau (Hg.), Obstsortenverzeichnis für Sachsen 1924, S. 34f) = Franz Wilde, Franzs Wilde.
  • Fromms Herzkirsche, V, Reiser derzeit nicht lieferbar; Truchseß erhielt die Sorte 1806 vom Pomologen Christ als „Froms Herzkirsche“ (Systematische Anleitung zur Kenntnis der vorzüglichsten Sorten des Kern-, Stein-, Schalen und Beerenobstes, S. 162) und ging davon aus, dass die Sorte aus Guben stammt (ebenda, S. 674) = Fromms schwarze Herzkirsche.
  • Frühe Französische, V, Reiser derzeit nicht lieferbar; Ersterwähnung 1779 bei Johann Jakob Walters als „La trempée, frühe französische Herzkirsche“ (Practische Anleitung zur Gartenkunst, S. 310). Herkunft: vermutlich Frankreich = Coburger frühe Herzkirsche, Coburger Maiherzkirsche, Frühe französische Herzkirsche, Frühe Herzkirsche, Frühe Schwarze, Johanniskirsche, La Trempeé, Trempeé Précoce.
  • Frühe Maiherzkirsche, V, Erstbeschreibung mit Abbildung 1792 von Johann Kraft als „Großer, früher May-Herzkirschenbaum“ (Pomona austriaca, Abschnitt „Der Kirschbaum“, Tab. 1, S. 1). Herkunft: unbekannt = Baumann’s Mai, Baumann’s May, Bigarreau Baumann, Bigarreau Baumann’s May, Bigarreau de Mai, Bigarreau Wilder de Mai, Blassrote Anatolische Herzkirsche, Flämische Kirsche, Frühe Maikirsche, Fruit Noir, Grande Guigne de Mai Précoce, Griotte Frühe, Grosse Frühe Maiherzkirsche, Grosse Maikirsche, Guigne de Mai Hátive, Guigne Frühe Mai, Guigne Grosse Frühe Mai, Guigne Nouvelle Hátive, Guigne Précoce de Mai, Guigne Precoce, Guignier Hátif de Mai a Gros fruit noir, Hailas Grosse Frühe Schwarze Herzkirsche, Mai Weichsel, Neue Frühe Maiherzkirsche, Prager Frühkirsche, Rosenrote Mai, Strassburger Frühe Maiherzkirsche, Trempee Précoce, Wilder’s Bigarreau de Mai.
  • Früheste der Mark, V, 1887/1888 vom Baumschulbesitzer Küpper aus Guben in den Handel gebracht. Die Herkunft der Sorte ist unklar. Nach Ferdinand Winkler (Guben) wurde die Sorte ursprünglich nach ihrem Züchter „Küppers Frühkirsche“ benannt (Der praktische Ratgeber im Obst- und Gartenbau, 1889, S. 473). Dort findet sich auch die Erstbeschreibung der Sorte. Anderen Quellen zufolge ist die Sorte während des Krieges mit Frankreich 1870/71 mit der Ursprungsbezeichnung „Früheste des Marktes“ oder „Früheste von der Mars“ von Frankreich aus nach Guben gekommen und von Küpper als „Küppers Frühkirsche“ weiterverbreitet worden (vgl. Obstsortenwerk. Alte Süßkirschensorten, S. 136) = Früheste von der Mark, Küppers Frühkirsche, Kupperova raná, Májovka, Marchijka, Nejranejsi, Nejranejsi z kraje, Niemiecka wczesna, Pravlovka, Precocce de la Marche, Raná z Marky, Rychlice nemecká (Tschechien), Württembergische Allerfrüheste.

 
G

  • Grolls Bunte, Reiser derzeit nicht lieferbar; die Sorte wurde benannt nach Gotthilf Groll, auf dessen Grundstück in Guben sich die Sorte seit ca. 1760 befand (Neues Lausitzisches Magazin, 1824, 3. Band, 1. Heft, S. 41). Erstbeschreibung 1819 von Christian Truchseß (Systematische Classification und Beschreibung der Kirschensorten, S. 328f) = Bigarreau Groll, Bigarella Grolliana, Gestreifte Spanische Knorpel, Grolla Cerise, Grollova (Tschechien), Grolls Große Bunte Knorpel, Grolls Knorpel, Grolls Weiße, Große Prinzess, Lauermann´s Kirsche aus Samen mit weichem Fleische (fälschlich), Mekká princeska, Orange, Spanische Knorpel – Typ Ketzin, Spansche Knorpel (fälschlich), Große Prinzessin (fälschlich).
  • Grolls Schwarze, V, Erstbeschreibung von Oberdieck 1870 (Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, Bd. 6, Nr. 170, S. 323). Herkunft: Guben (Brandenburg) = Badacsoner (fälschlich), Bernsteinkirsche, Effeltricher, Gubener Bernsteinkirsche, Gubener Schwarze, Hepsisauer Kurzstiel, Noir de Guben.
  • Große Braune, V, Reiser derzeit nicht lieferbar; Ersterwähnung 1866 als „Grosse Braune von Werder“ (Gartenflora. Allgemeine Monatsschrift für deutsche …, Band 15, S. 332). Herkunft: Werder (Havel) = Große braune Knorpelkirsche, Große Braune von Werder.
  • Große Germersdorfer, Erstbeschreibung 1865 von Oberdieck als „Germersdorfer grosse Kirsche, Schwarze Knorpelkirsche“ (Illustrirte Monatshefte für Obst- und Weinbau, S. 289). Herkunft: Germersdorf bei Guben (Brandenburg) = Bigarreau de Germersdorf, Bigarreau Noir de Germersdorf, Germersdorfer, Germersdorfer Riesen, Germersdorfer schwarze Knorpelkirsche, Großer Germersdorfer Knorpelkirsche, Germersdorfská (Tschechien), Marmorkirsche, Mertschings Sämling.
  • Große PrinzessinkirscheV, Ersterwähnung bei Otto von Münchhausen als „Holländische Groote Princes“ (Der Hausvater, 3. Teil, S. 345). Erstbeschreibung 1804 von Truchsess als „Die Holländische große Prinzenkirsche“ (Allgemeines Teutsches Gartenmagazin, S. 378-380). Herkunft: Holland = Amber of Imperial, Bigarreau, Bigarreau Clark, Bigarreau Gros, Bigarreau de Holland, Bigarreau Napoleon I., Bigarreau Parmentier, Bigarreau Royal, Bigarreau Tardif, Braune Werdersche Tafelkirsche, Büttnerova, Chrupka Napoleonova (Tschechien), Esperens Knorpelkirsche, Graffion, Grafinka, Grafionka, Große Cerise Lauermann, Grote Princess, Gros-Bigarreau de Princesse de Hollande, Gross-Bigarreau Lauermann, Grosse bunte Herzkirsche, Große Prinzessin, Grosse Scheckenkirsche, Harrison´s Heart, Harrison´s Herzkirsche, Holländische Große Prinzessinkirsche, Hühnerherz, Italian Heart, Kaiserkirsche, Lauermann, Lauermannova (Tschechien), Labermannskirsche, Lauermanns Kirsche, Münsterkirsche, Napoleon, Napoleonova (Tschechien), Napoleons, Napoleonskirsche, Napoleons Knorpelkirsche, Princeska, Prinzesskirsche, Scheckenkirsche, Speckkirsche, Spiegelkirsche, Spiegel-Münster-Scheckenkirsche, Turkey Bigarreau, Weissbäckling, West´s White Heart, White Bigarreau, Yellow Spanish.
  • Große schwarze KnorpelkirscheV, ob die heute unter diesem Namen verbreitete Sorte mit der schon von Éstienne beschriebenen französischen „Cérise Coeur Noir“ identisch ist, lässt sich heute ebenso nicht mehr feststellen wie die Identität mit der bei Truchseß (1819) beschriebenen „Großen Schwarzen Knorpelkirsche“. In Deutschland gilt heute die „Große Schwarze Knorpel“ als korrekter Sortenname nur für den um das Jahr 1900 in Diemitz ausgelesenen Typ (vgl. Obstsortenwerk. Alte Süßkirschensorten, Detmold 2010, S. 188-194) = Bigarreau Black, Bigarreau de Saint-Laud, BigarreauGros-Coeuret, Bigarreau de Saint-Marguertite, Bigarreau Elkhorn, Bigarreau Elkhorn of Maryland, Bigarreau Gros Noir, Bigarreau Large Black, Bigarreau Noir, Bigarreau Noir de Parmentier, Bigarreau Tradescant´s, Bigarreau Tradescant´s Black, Bigarreautier á Gros Friut Noir, Blutherzkirsche, Braune Knorpelkirsche, Braune Printzer, Cerise Coer Noir, Cernice, Coeur Couleur de Sang, Coeur-Noir, Couret de Sang, Czarna pozna, Diemitzer Knorpel, Duc (C. du), Elkhorn, Elkhorn of Maryland, Gaderopse Kers, Gaderop (c.de), Grande Cerise Noire Osseuse, Gros- Bigarreau Noir, Gros Bigarreau Noir, Große Knorpelkirsche, Große Schwarze Glanz Kirsche, Große Schwarze Herz Kirsche mit festestem Fleische, Große schwarze Knorpel, Große Schwarze Knorpel mit Saftigem Fleische, Große Schwarze Kramel Kirsche, Guigne Gaderopse, Guigne Noire Cartilagineux, Guigne Noire Tardive, Guigne Ochsen, Heaulme-Noir, Knorpel Kirsche, Large Black Bigarreau, Norvége (C. de), Prinzenkirsche, Saint Margaret´s, Schwarze Bitterliche Herzkirsche, Schwarze Lot Kirsche, Schwarze Lothkirsche, Schwarze von Lobenroth, Späte Braune Spanische Herzkirsche, Späte Braune Harte September, Szuczer Schwarze Knorpel, Tradescant´s, Tradescant´s Black Heart, Uherka tvrdá, Velká cerna Chrupka (Tschechien), Weilheimer Riesen.
  • Großer Gobet, Ersterwähnung bei M. Duhamel 1768 als „Cerisier de Montmorency á gros fruit. Gros Gobet, Gobet á courte queue“ (Traité des arbres fruitiers, Paris, Bd. 1, S. 180f). Herkunft: vermutlich Frankreich = Allergrösste Amarelle, Belle de Soissons, Bourguigniere (C. de la), Cerisier de Montmorency á Courte Queue, Cerise de Montmorency á gros fruit, Cinq Pouces de Tour à Courte Queue (C. de), Confire (C. á), Coularde à Courte Queue, Coularde, Courte Queue (C. á), Courte Queue de Provence. (C. á), Courte-Queue d’Angleterre, Doppelte Glaskirsche, Double Volgers, English Weichsel, Excellente, Flemish Cherry, Flemish Montmorency, Flemish, Glimmert, Gobet Courte Queue de Provence, Gobet á Courte Queue, Gobet mit kurzem Stiele, Gobet, Grande Glimmert, Grande Zeelandoise, Griotte von Montmorency, Gros-Fruit, Gros-Gobet á Courte Queue, Gros-Gobet de Montmorency, Gros-Gobet, Grosse Amarelle, Grosse Commune, Grosse Glaskirsche (irrig), Grosse Montmorency mit kurzem Stiele, Grosse-Griotte de Montmorency, Guidemonds, Guldemonds-Kers, Guldewagens-Kers, Kaiser Amarelle, Kent (C. de), Kentische Kirsche, Kentish, Kirsche von Montmorency, Kurzstielige Amarelle, Kurzstielige Glaskirsche, Monstrueux á Courte Queue, Montmorency (C. de), Montmorency à Courte Queue, Montmorency à Gros Fruit, Portugaise à Courte Queue, Provence (C. de), Prusse (C. de), Reine (C. de la), Roi de Prusse, Rose Noble, Schimmelpfennigs-Kers, Soissons (C. de), Spanische Weichsel, Vilaine (C. de), Weichsel mit ganz kurzem Stiele, Yellow Ramonde, Zeelandoise.
  • Gubens Ehre, Reiser derzeit nicht lieferbar; Erstbeschreibung 1889 von Ferdinand Winkler (Praktischer Ratgeber im Obst- und Gartenbau, S. 473). Winkler gibt dort an, dass die Sorte in Guben seit mindestens 20 Jahre bekannt, der Züchter jedoch unbekannt sei. Herkunft: Guben (Brandenburg) = Große frühe Sauerkirsche, Gubenska.

 
H

  • Hedelfinger RiesenkirscheV, um 1850 in Hedelfingen bei Stuttgart als Zufallssämling entstanden. Erstbeschreibung 1861 von Eduard Lucas (Abbildungen württembergischer Obstsorten, S. 12) und 1861 von demselben und Oberdieck (Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, Band 3, S. 77f) = Abels Späte, Bigarreau-noir d`Hedelfingen, Bigarreau-noir d`Hedelfingen, Chlepfer, Edelfinger, Erdbeere, Erdbeerkirsche, Géante d´Hedelfingen, Hedelfinger, Hedelfingenská (Tschechien), Hedelfingenská krupna trenja, Hertemer, Nussdorfer Schwarze, Rote Firstler, Schöne von Aaren, Skoricovka velká, Wahlerkirsche.

 
K

  • Kassins Frühe, V, Erstbeschreibung 1868 von W. Lauche (Handbuch des Obstbaues, S. 342). Herkunft: vom Obstzüchter Wilhelm Ludwig Kassin in Werder a. d. Havel als Sämling aufgefunden (Müller et. al., Deutschlands Obstsorten, 1912) = Cassinova, Frühe Basler, Kassins Frühe Herzkirsche, Kassini Rannjaja, Kassinova Rana (Tschechien), Kassins frühe Herzkirsche.
  • Knauffs SchwarzeV, Ersterwähnung 1930 im Katalog der Baumschule L.Späth (Berlin). Erstbeschreibung Krümmel et al, Deutsche Obstsorten (1956-1961). Dort findet man auch den Hinweis, dass die Sorte aus dem Gutsgarten in Bornim stammt, den der Obstbauer Knauff aus Werder/Havel etwa in der Zeit von 1820-1840 gepachtete hatte. Vermutlich handelt es sich um einen Zufallssämling = Forchheimer Maschen, Knauffs Riesenkirsche, Knauffs Schwarze Herzkirsche, Wendershäuser Ertragreiche, Wendershäuser Fruchtbare.
  • KordiaV, Erstbeschreibung 1992 (Störtzer et alt., Steinobst, S. 136f). Dort findet man auch den Hinweis, dass die Sorte in den 1960er Jahre in einer Kirschenanlage in Téchlovice in Nordböhmen als Zufallssämling entdeckt wurde. Seit 1982 in der Tschechoslowakei in die Sortenliste unter dem Namen „Kordia“ aufgenommen = Techlo, Techlovicka II.
  • Königin Hortense, V, über den Ursprung dieser Sorte gibt es unterschiedliche Angaben: Nach einigen soll sie um 1816 der Winzer Louis-Gros-Jean in seinen Weinbergen bei Montmorency aufgefunden und „Louis XVIII“ genannt haben; nach anderen hat sie um 1800 Girault, genannt Larose, Gärtner der Kaiserin Josephine von Frankreich, in Neuilly gezüchtet und der Königin Hortense zu Ehren benannt. Nach L. de Bavay soll sie im Karmeliter-Kloster zu Bilvorde schon um 1812 aufgefunden worden sein (vgl. Oberdieck, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, 1875, Bd. 3, S. 167) = Aremberg Fischbach (C. d’), Belle-Audigeoise, Belle de Bavay, Belle de Jodoigne, Belle de Lacken, Belle de Papeleu, Belle de Petit-Brie, Belle de Prapeau, Belle de Spa (irrig), Belle de Trapeau?, Belle-Hortense, Belle-Supréme, Bouvroy?, Cerise Louis XVIII., Cerisier á Gros Fruit Rouge páloe, Donna Maria, Fisbach, Fischbach, Grosse de Wagnelée, Guigne de Petit-Brie, Guigne Noir de Stass, Guindoux de la Rochelle?, Hortense, Hortensija, Hybride de Lacken, Hybride de Laeken, Kirsche von Ravenna, Königin Hortensia, Königin Hortensie, Königskirsche, Kralovna Hortensie (Tschechien), Lemercier, Louis, Louis Moustier, Louis-Philippe, Malaccord, Mermer (C. de), Meruer (C. de), Merveille de Hollande, Monstrueuse de Bavay, Monstrueuse de Jodoigne, Monstrueuse de Vilvorde, Morestoin, Morestin, Morestoin, Moustier, Noire Précoce de Stass, Reine des Cerises, Reine Hortense, Reine-Hortense Larose, Rouen (C. de), Rouvroy, Rouvroye, Seize á la Livre, Spa (C. de) (irrig), Stavelot (C. de).
  • Königliche Amarelle, vor 1800, vermutlich aus Frankreich (vgl. zur umfangreichen Diskussion zum Ursprung dieser Sorte Freiherr Christian von Wetzhausen Truchseß, Systematische Classifikation und Beschreibung der Kirschensorten, Stuttgart, 1819, S. 610-615) = Admirable de Soissons (irrig), Amarelka královská (Tschechien), Amarelle, Amarelle Royal Hative, Ceris a courte queu, Ceris de Montmorency, Cerise Amarelle royal hative, Coularde a Longue Queue, Courte Queue (C. ä), Duc de Mai, Frühe Glaskirsche, Frühe Königliche Amarelle, Frühe Königliche Mai Weichsel, Frühe Sauerkirsche, Hamrle, Kentish, Kleine Frühe Amarelle, Little Mai Cherry, Petit Cerise rouge precoce, Royal, Royal hative, Spunky, Sussex, Virginian May, Zwonky.
  • Königliche Süßweichsel, Reiser derzeit nicht lieferbar; Ersterwähnung 1774 als „Der königliche Weichselbaum der Cherry Duke“ (Johann Mayer: Pomona Franconica, Nürnberg, Tab. 17, Fig 1, S. 7). Erstbeschreibung 1819 von Freiherr Christian von Wetzhausen Truchsess (Systematische Klassifikation und Beschreibung der Kirschensorten, Stuttgart, S. 427) = Alte Königs Weichsel, Cherry Duke, Große Süßweichsel, Königliche Kirsche, Königliche Weichsel, Royale, Royale Ancienne, Royal Cherry Duke
  • Kunzes Kirsche, V, angeblich um 1800 vom Lehrer Kunze in Wallhausen (Kreis Sangershausen) eingeführt. Erstbeschreibung in: Provinzialsächsische Monatsschrift für Obst-, Wein- und Gartenbau, Halle (Saale) 1903, S. 129 = Helle Wahlhäuer (fälschlich), Kunzes Herzkirsche, Wallhäuser, Zotteltürkine.

 
L

  • Leipziger Lotkirsche, eine dunkle Knorpelkirsche. Ersterwähnung in der „Internationalen Zeitschrift für Landwirtschaft“, 1966, S. 328.
  • Leitzkauer Preßsauerkirsche, Reiser derzeit nicht lieferbar; Ersterwähnung 1770 als „Saure Einmache- und Backekirsche (Anweisung wie man eine Baumschule von Obstbäumen im Großen anlegen und gehörig unterhalten solle, Halle, 1796, S. 70). Erstbeschreibung 1776 von Samuel David Ludwig Henne als „Saure Einmache- und Backekirsche“ (Anweisung wie man eine Baumschule von Obstbäumen im Großen anlegen und gehörig unterhalten solle, Halle, 3. Auflage, S. 341-344). Herkunft: Kloster Leitzkau bei Magdeburg = Leitzkauer.
  • Lommatzscher Glasierte, V, erstmals 1924 erwähnt als „Glasierte Knorpelkirsche (Lommatzscher späte Harte)“ (Landesverband Sachsen für Obst- und Weinbau (Hg.), Obstsortenverzeichnis für Sachsen 1924, S. 30). Herkunft: Lommatzsch im Landkreis Meißen = Glasierte Knorpelkirsche, Lommatzsche späte harte.

 
O

  • Ostheimer Weichsel, Reiser derzeit nicht lieferbar; Ersterwähnung 1794 bei Johann Ludwig Christ als „Die kleine Ostheimer Kirsche. Ostheimer Weichsel“ (Handbuch über die Obstbaumzucht, S. 536, Nr. 6). Herkunft: Nach Angaben des Oberförsters Keudell ist die Sierra Morena in Spanien die eigentliche Heimat der Ostheimer Weichsel. Der Dr. med. Klinghammer, der deutsche Truppen im spanischen Erbfolgekrieg begleitete, soll nach dem beendeten Krieg 1714 eine Anzahl junger Stämmchen dieser spanischen Kirschsorte mitgebracht und in die Weinberge seiner Heimat Ostheim gepflanzt haben (vgl. Praktischer Ratgeber für Obstbau, 1909, S. 202) = Cerasus Chamaecerasus, Cerise d´Olsheim, Erdkirschenstrauch, Erdweichsel, Fränkische, Fränkische Kirsche, Fränkische Wucherkirsche, Griotte d´Ostheim, Griotte d´Athénes, Grosse-Griotte d´Ostheim, Große Späte Ostheimer Weichsel, Hosteim (C. de), Kleine Ostheimer Kirsche, Olsheim (C. d´), Ostheim, Ostheim (C. d´), Ostheim cherry, Ostheimer Kirsche, Ostheimer Sauerkirsche, Ostheimka, Ostheimská (Tschechien), Petite-Griotte d´Ostheim, Visen Ostheimská, , Vlasacka (Tschechien), Vlasatice, Zwergweichsel, Zwerg-Kirsche, Zwerg-Weichsel.

 
P

  • Pelzkirsche, Reiser derzeit nicht lieferbar; Erstbeschreibung 1938 von Josef Vanek (Lidova Pomologie Dil IV Tresni a Visni /Band IV Kirschen, Chrudium, S. 58f). Danach existiert die Sorte seit 1870 in der Region um Turnov (Böhmen) = Pipovka (Tschechien), Pivovky, Pivky, Sychrovská chrupka (Tschechien).
  • Porzellankirsche, Erstbeschreibung 1937 von Fritz Kobel fälschlicherweise als „Elton“ (Die Kirschensorten der deutschen Schweiz). Bisher konnte anhand der historischen Literatur und Steinreferenzen die „Porzellankirsche“ keine als „Porzellankirsche“ pomologisch beschriebene Sorte zugeordnet werden (Obstsortenwerk. Alte Süßkirschensorten, Detmold 2000, S. 421). Herkunft: vermutlich Mitteldeutschland = Elton (fälschlich), Spiegelkirsche.

 
R

  • Regina, V, 1957 von der Obstbauversuchsanstalt Jork aus den Sorten „Schneiders späte Knorpelkirsche“ und „Rube“ gezüchtet. Erstbeschreibung 1992 (Störtzer et alt., Steinobst, S. 142f).
  • Rintelner Ochsenherzkirsche, diesen Arbeitsnamen erhielt die Sorte von der Pomologin Dr. Annette Braun-Lüllemann. Es handelt sich um eine überregional verbreitete, offensichtlich sehr alte Sorte, deren früherer Name bislang nicht festgestellt werden konnte. Herkunft: unbekannt. = Rintelner Ochsenherz.
  • Röhrigs Weichsel, V, Reiser derzeit nicht lieferbar; 1945 von einem Herrn Rosenthal bei Lamus (Markkleeberg, Leipzig) als Zufallssämling gefunden und unter dem Namen „Lamus“ angebaut. Später von der Baumschule Röhrig (Nordrhein-Westfalen) vermehrt und in den Handel gebracht. Erstbeschreibung 1992 (Störtzer et alt., Steinobst, S. 116f). Aufgrund auch molekulargenetisch fehlender Abgrenzungsmöglichkeiten zwischen den Vertretern der Heimannsgruppe (Leopoldskirsche, Röhrigs Weichsel, Heimanns Rubin, Heimanns Konservenweichsel etc.) werden diese Vertreter nur noch als „Heimanns-Gruppe“ bezeichnet (vgl. A. Braun-Lüllemann, Zweite pomologische Bestimmung der Kirschsorten der Deutschen Genbank Obst. Abschlussbericht, Hohengandern 2020, S. 30) = Lamus.
  • Rote Muskateller, Reiser derzeit nicht lieferbar; Ersterwähnung 1794 bei Johann Ludwig Christ als „als „Rothe Muskateller“ (Handbuch über die Obstbaumzucht, Frankfurt am Main, S. 534). Herkunft: unbekannt = Anglaise Tardive, Cerise-Guigne, Muscat Rouge, Nouvelle Royale, Rothe Muskateller.
  • Rouja, Lokal- bzw. Regionalsorte aus Luxemburg, rotbunte Süßkirsche (vgl. A. Braun-Lüllemann, Rotgolde Perlen aus Großherzogs Schatzkammer. Luxemburgs rotbunte Kirschenvielfalt, in: Jahresheft. Pomologen Verein e.V. 2015, S. 139 und 209).

 
S

  • Sahliser Marmorkirsche, V erstmals 1956 erwähnt (Gerhard Friedrich: Der Obstbau, S. 342). Kurze Beschreibung 2013 (Pomologen-Verein Niedersachsen-Bremen: Alte Obstsorten neu entdeckt, S. 84).
  • Schneiders späte KnorpelkirscheV, Erstbeschreibung 1865 von Oberdieck. In Guben (Brandenburg) auf dem Grundstück eines Mannes namens „Schneider“ gefunden (Illustrirte Monatshefte für Obst- und Weinbau, S. 294) = Haumüller, Höfchenkirsche, Kaukasische, Nürtinger Riesenkirsche, Rindfleischkirsche, Schneiderova.
  • Späte Spanische, Ersterwähnung 1956 bei Loewel & Vahl (Das „Altländer Kirschensortiment“), wobei die Sorte deutlich älter sein dürfte. Mit der bei Christ und Truchsess beschriebenen „Späten spanischen schwarzen Herzkirsche“ ist die Sorte dem Anschein nach nicht identisch, wie es in der Erstbeschreibung dieser Sorte von A. Braun-Lüllemann und H.J. Bannier heißt (Obstsortenwerk. Alte Süßkirschensorten, Hagen, S. 309-314). Herkunft: unbekannt = Loot poonsche (Altes Land), Late Spanske (westliches Niedersachsen).
  • Spanische Glaskirsche, Reiser derzeit nicht lieferbar; Erstbeschreibung 1861 von Oberdieck (Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, Bd. 3, Nr. 89, S. 503). Oberdieck erhielt die Sorte aus Gotha und gab ihr den Namen. Die Benennung „Spanische“ wurde früher für verschiedene Sauerkirschen gebraucht = Griotte Précoce d´Espagne, Grosse Spanische Weichsel, Hispanka slódka, Spanelka, Spanelská (Tschechien), Transparente d’Espagne, Wein-Kirsche.

 
T

  • Teickners Schwarze HerzkirscheV, im Betrieb von Wilhelm Teickner in Gernrode (Harz) als Zufallssämling gefunden und nach 15jähriger Beobachtungszeit von diesem 1936 in den Handel gebracht. Erstbeschreibung von Heine 1937 (Eine Herzkirschen-Neuheit, in: Obst- und Gemüsebau, S. 58).

 
V

  • VanV, 1942 von A.J. Mann in der Versuchsstation Summerland (British Columbia in Kanada) aus offener Abblüte von „Kaiserin Eugenie“ (Sauerkirsche) ausgelesen. Wurde nach dem Obstzüchter JR Van Haarlem benannt. Erstbeschreibung 1970 von Gerhard Götz (Süß- und Sauerkirschen, Stuttgart).

 
W

  • Weiße Spanische, V, Erstbeschreibung 1796 von Samuel David Ludwig Henne (Anweisung wie man eine Baumschule von Obstbäumen im Großen anlegen und gehörig unterhalten solle, Halle, S. 349-351). Henne berichtet davon, dass die Bäume dieser Sorte „in den Jahren 1773 und 1774 klettenvoll saßen“. Herkunft: unbekannt = Bigarreau blanc, Doktorkirsche (als Synonym erwähnt in: Obstsortenverzeichnis für Sachsen 1924, S. 32), Doktorknorpelkirsche (Sachsen), Helle Herzkirsche (Witzenhausen), Totenköppe (Witzenhausen), Weiße Bigarreau, Weiße Knorpelkirsche (Oberlausitz), Weiße Spanische Knorpelkirsche, White Spanish.
  • Werdersche Braune, V, Erstbeschreibung bei Krümmel et. al. (Deutsche Obstsorten 1956-1961). Herkunft: unbekannt = Witzenhäuser Riesen, Oberrieder Doktorkirsche, Dunkle Wahlhäuser.
  • Werdersche Frühe, V, der Pfarrer und Pomologe Christ (Kronberg im Taunus) erhielt die Sorte vom Plantagengärtner Sello in Potsdam/Sanssouci unter dem Namen „Werdersche allerfrüheste schwarze Herzkirsche“ und leitete sie 1794 an Truchseß weiter (vgl. Truchseß, Systematische Classification und Beschreibung der Kirschensorten, Stuttgart 1819, S. 109). Ersterwähnung 1794 bei Christ (Handbuch über die Obstbaumzucht, S. 543, Nr. 2). Erstbeschreibung 1804 von Christ (Handbuch über die Obstbaumzucht, S. 673). Herkunft: unbekannt, vermutlich aus dem Werderschen Anbaugebiet = Guigne précoce de Werder, Werdersche allerfrüheste schwarze Herzkirsche, Werdersche Beste, Werdersche frühe Herzkirsche, Werdersche frühe schwarze Herzkirsche.
  • Winklers schwarze Knorpelkirsche, Reiser derzeit nicht lieferbar; Ersterwähnung 1819 bei Freiherr Christian von Wetzhausen Truchsess (Systematische Klassifikation und Beschreibung der Kirschensorten, Stuttgart, S. 206). Herkunft: Guben a.d. Neiße (Brandenburg) = Bigarreau Noir de Winkler, Chrupavka Vinklerova, Lutetia Vinkleri, Vinklerova cerná chrupka (Tschechien), Winklerova cerná (Tschechien).
  • Winklers weiße Herzkirsche, V, Reiser derzeit nicht lieferbar; Erstbeschreibung von Freiherr Christian von Wetzhausen Truchsess 1819 (Systematische Klassifikation und Beschreibung der Kirschensorten, Stuttgart, S. 278f). Aufgezogen von einem Herrn Winkler in Guben a.d. Neiße (Brandenburg) = Bigarreau Blanc Winkler, Guigne Blanche de Winkler, Guigne Carne Winkler, Guigne Lucie, Guigne Winkler’s Weisse, Lucie, Lucien.