Alte Obstsorten erhalten – Junge Menschen fördern

ALTE OBSTSORTEN

Wenn Sie einen oder mehrere Obstbäume pflanzen wollen und vor der berühmten „Qual der Wahl“ stehen, werden Ihnen die folgenden Seiten dieser Rubrik sicherlich weiter helfen. In der Navigation finden Sie eine (sicherlich unvollständige) Sammlung von Internetlinks zu Obstsorten sowie Hinweise zu weiterführender Literatur.

In der separaten Rubrik „Sortenwahl und Pflanzung“ haben wir einige unserer Erfahrungen zur Auswahl und Pflanzung von Obstbäumen zusammengestellt.

Bedeutung alter Obstsorten

Wir brauchen die Vielfalt. Vielfalt bedeutet Lebendigkeit. Mit der Zerstörung der Vielfalt sind unsere Lebensgrundlagen in Gefahr.

Alte Obstsorten stellen ein genetisches Potential dar, das über Jahrhunderte hinweg von unseren Vorfahren entwickelt und selektiert wurde. Eigenschaften, die uns heute wertlos erscheinen mögen, können in Zukunft bei geänderten Sortenanforderungen plötzlich wieder an Bedeutung gewinnen. Die heutigen Kultursorten im Intensivobstbau gehen im Wesentlichen immer wieder auf dieselben Eltern zurück.

Sie sind zwar optimal an unsere derzeitigen Sortenanforderungen angepasst, aber genetisch verarmt. Das Einkreuzen zusätzlicher Eigenschaften aus Wildobstarten ist aus der Sicht der Obstzüchtung ein sehr langer Weg. Viele Züchtungsschritte sind erforderlich, um wieder zu einem Produkt zu kommen, das unserem Ideal entspricht. Alte Obstsorten beinhalten unter Umständen bereits die gewünschten Zuchtziele und führen schneller zum Züchtungserfolg, da sie in ihren Eigenschaften näher an den heutigen Kultursorten angesiedelt sind als Wildobstsorten.

Die Erhaltung der genetischen Ressourcen von Obstsorten der Vergangenheit ist deshalb die Grundlage für die Obstsortenzüchtung der Zukunft. So kann z.B. angesichts der prognostizierten sehr trockenen Sommer in Ostsachsen möglicherweise der gesamte Erwerbs-Obstgartenbau Ostsachsens schließen, wenn ihm keine Sorten zur Verfügung stehen, die eine genügende Trockenresistenz besitzen. Die Sammlung alter Obstsorten dient dazu, die erforderliche Genreserve für bestimmte Züchtungen zu erhalten. Der Anbau im Haus- oder Kleingarten ist auf robuste, wenig krankheitsanfällige Sorten angewiesen, weil der Gesetzgeber den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in diesem Bereich stark eingeschränkt hat und der Gärtner oft auch aus eigenem Antrieb auf den chemischen Pflanzenschutz verzichten möchte.

ADRESSE:

Oberlausitz-Stiftung
St. Marienthal 2/ Propstei,
02899 Ostritz
Tel.: +49 (0) 35823 - 77231
Fax.: +49 (0) 35 823 - 77 250
Website: www.oberlausitz-stiftung.de
Email: i n f o (at) o b e r l a u s i t z - s t i f t u n g . d e

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