Mit der Natur – nicht gegen die Natur

Wir erhalten die historischen Obstsorten auf Hochstämmen; denn diese sind besonders langlebig und bieten zahlreichen Tierarten Lebensraum. Alle Obstbäume werden auf Streuobstwiesen angepflanzt, die nur zweimal im Jahr gemäht werden. Dabei versuchen wir mit der Natur und nicht gegen die Natur zu wirtschaften. So verzichten wir z.B. auf Spritzmittel jeglicher Art.

Durch die Anlage von Steinhaufen bieten wir Lebensraum für Iltisse und Wiesel, die die auf den Wiesen vorhandenen Wühlmäuse jagen. Zudem bieten wir zahlreiche Nistmöglichkeiten für Vögel, Fledermäuse und Wildbienen.

Alternative zum Plantagenobstbau

Mit den von uns angelegten Streuobstwiesen bieten wir eine Alternative zum zerstörerisch wirkenden industriellen Plantagenobstbau. Dieser steht für monokulturelle Überzüchtung von Obstsorten, Überdüngung der Böden, massiven Pestizideinsatz, Verlust an Biodiversität der Tier- und Pflanzenarten, Verlust an Geschmacksvielfalt sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen (z.B. Allergien gegen bestimmte Obstsorten).

Bereitstellung von Flächen zum Obstsortenerhalt durch Dritte

Um die Sammlung historischer Obstsorten zu erweitern, haben uns Eigentümer Wiesenflächen in Ostritz mit einer Gesamtgröße von mehr als 6,4 Hektar kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Oberlausitz-Stiftung kümmert sich um die Bepflanzung der Wiesen mit historischen Obstsorten und sorgt in den ersten drei Jahren für Pflanzschnitt, Bewässerung etc. Auch sorgt die Stiftung für die Dokumentation der angepflanzten Sorten sowohl direkt am Baum als auch in Pflanzplänen, eine Datenbank und Auflistung der Sorten inkl. deren Synonymen auf der Website der Stiftung. In einem Vertrag wird der Oberlausitz-Stiftung von den Wieseneigentümern jeweils zugesichert, dass die angepflanzten Obstbäume dauerhaft erhalten werden. Auch dürfen von diesen Bäumen zur Weiterverbreitung der Sorten Edelreiser und für Sortenschauen in geringen Mengen Früchte entnommen werden.