Alte Obstsorten erhalten – Junge Menschen fördern

GESUCHTE OBSTSORTEN

In der Monographie „Das Obstbüchlein“ von 1840 und der Zeitschrift „OPORA –Eine Zeitschrift zur Beförderung des Obstbaus in Deutschland“ (vollständige Literaturzitate siehe Rubrik Obstsorteninformationen/Literatur) sind für die Oberlausitz zahlreiche Obstsorten genannt, die auch nachweislich in großem Umfang in der Oberlausitz angepflanzt wurden.

Die Oberlausitz-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, neben anderen Obstsorten vor allem diese historischen Obstsorten zu erhalten. Ein Teil dieser Sorten befindet sich inzwischen im Obstsortengarten der Oberlausitz-Stiftung in Ostritz-Leuba.

 

Die hier unten alphabetisch gelisteten Obstsorten werden jedoch immer noch dringend gesucht.

 

Gesuchte Apfelsorten

  1. Alebacher Riesenapfel
  2. Bieberischer Weinapfel, beschrieben in: Biedenfeld, Freiherr von, Ferdinand (1854): Handbuch aller bekannten Obstsorten: nach den Reifzeiten alphabetisch geordnet. Bd. 2, Seite 215.
  3. Dachapfel
  4. Deutsche Reinette (= Lothringer Renette, Niederländische weiße Reinette), beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 4. Stuttgart, Seite 323.
  5. Dietzer rothe Mandelreinette (= Mandelreinette), beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 4. Stuttgart, Seite 143.
  6. Frühe rothgefleckte Marktreinette, beschrieben bei Dittrich, Johann Georg (1837): Systematisches Handbuch der Obstkunde. Seite 273.
  7. Erfurter Sommerreinette, beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 4. Stuttgart, Seite 299.
  8. Gelbe Erfurter Herbstreinette
  9. Gelber Pallasapfel, beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 2. Stuttgart, Seite 391.
  10. Gelber Wettich (=Märzling), beschrieben in: Christ, Johann Ludwig (1802): Pomologisches theoretisch-praktisches Handwörterbuch. Seite 102.
  11. Gestreifter böhmischer Borsdorfer, beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Stuttgart, Seite 139.
  12. Gestreifter Schwanenapfel, beschrieben in: Dochnahl (1855): Der sichere Führer in der Obstkunde auf botanischpomologischem Wege. Band 1, Seite 243.
  13. Großer Winterfleiner (= Winterfleiner), beschrieben in Dittrich, Johann Georg (1837): Systematisches Handbuch der Obstkunde. Seite 469.
  14. Grüner fruchtbarer Calville, beschrieben bei Dittrich, Johann Georg (1837): Systematisches Handbuch der Obstkunde. Seite 130.
  15. Grüner Kaesapfel, beschrieben in: Hinkert, F.W. (1836): Systematisch geordnetes Handbuch der Pomologie. Band. 1 Äpfel, Seite 152.
  16. Grüner Kaiserapfel, (= Pomme imperiale verte), Ill. Handbuch Nr. 388
  17. Herbstglockenapfel (= Weiss- und Rotgestreifter Schlotterapfel), beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 4. Stuttgart, Seite 207.
  18. Juliusapfel
  19. Kleiner Mauerapfel, beschrieben in Dochnahl (1855): Der sichere Führer in der Obstkunde auf botanisch pomologischem Wege. Band 1, Seite 57.
  20. Königliche Parmäne (= Parmain royal), beschrieben in: Christ, Johann Ludwig (1817): Handbuch über die Obstbaumzucht und Obstlehre – 4. Auflage, Frankfurt.
  21. Königlicher Streifling (= Streifling, Bauzan), beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 4, Stuttgart, Seite 537.
  22. Kronen-Reinette, beschrieben in Dittrich, Johann Georg (1837): Systematisches Handbuch der Obstkunde. Seite 426.
  23. Langdauernder rother Hartapfel, beschrieben in Dochnahl (1855): Der sichere Führer in der Obstkunde auf botanischpomologischem Wege. Band 1, Seite 86.
  24. Langscheider, beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 4, Stuttgart, Seite 349.
  25. Lothringer Renette (= Deutsche Renette), beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 4, Stuttgart, Seite 95.
  26. Mönchsapfel, beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 1, Stuttgart, Seite 529.
  27. Mönchsferse
  28. Münchhausens Glockenapfel, beschrieben in Votteler, W. (1996): Lexikon der Obstsorten.
  29. Niederländische Weisse Reinette, beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 4, Stuttgart, Seite 323.
  30. Paarling
  31. Polnischer weißer Pauliner, beschrieben in Dochnahl (1855): Der sichere Führer in der Obstkunde auf botanischpomologischem Wege. Band 1, Seite 253.
  32. Rheinischer Naberling (= Naberling), beschrieben in Dochnahl (1855): Der sichere Führer in der Obstkunde auf botanischpomologischem Wege. Band 1, Seite 241.
  33. Säuerlicher Köberling (= Köberling), beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Stuttgart, Seite 445.
  34. Schöner von Oybin
  35. Scheuernapfel (= Reinette Flotow), beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 1, Stuttgart, Seite 177.
  36. Schwarzer englischer Gulderling
  37. Schweizerbandapfel (= Papageiapfel, Schweizer Apfel, Buntgestreifter Apfel, Gestreifter Schweizer Apfel, Christatum, Reinette Sickler, Großer Band), beschrieben in Lucas & Oberdieck (1875): Illustriertes Handbuch der Obstkunde. Band 4, Stuttgart, Seite 401.
  38. Süßer Borsdorfer, beschrieben in Dochnahl (1855): Der sichere Führer in der Obstkunde auf botanischpomologischem Wege. Band 1, Seite 24.
  39. Süßer Zitronenapfel, beschrieben in Votteler, W. (1986): Verzeichnis der Apfel- und Birnensorten. München.
  40. Superindendenten Reinette (= Superintendenten Apfel, Overkerkvoogd Appel, Superintendant), beschrieben in Votteler, W. (1986): Verzeichnis der Apfel- und Birnensorten. München.

Gesuchte Birnensorten

  1. Bergamotte von Soulers
  2. Frühe Backhausbirne
  3. Frühe wohlriechende Pomeranzenbirne
  4. Graue Zapfenbirne (= Sommerzapfenbirne, Braune Zapfenbirne, Holländische Butterbirne, Beurre de Hollande, Le Beurré d’Hollande, Fürstliche Tafelbirne (Bremen), Flaschenkürbisbirne, Calebasse), beschrieben im Ill. Handbuch Nr. 387
  5. Große Sommer-Bergamotte
  6. Grüne Sommerrousselet
  7. Kleine Pfalzgräfin, Ill. Handbuch Nr. 370
  8. Lange weiße Dechantsbirne ( = Le Doyenne blanc longue), Ill. Handbuch Nr. 42
  9. Lenzener Butterbirne (Lenzener Burgbirne, Lenzener Butterbirn, Burgbirn), vgl. Illustriertes Handbuch, Bd. 8, S. 357f.
  10. Markbirne
  11. Omsewitzer Schmalzbirne
  12. (Rotpunktierte) Liebesbirne (Poire d´Amour, Ah mon Dieu, Jargonelle, Große muskierte Sommer-Rousselette), Ill. Handbuch Nr. 110
  13. Punktierter Sommerdorn, Il.l Handbuch Nr. 23
  14. Schwesternbirne (Poire Deux-Soeurs, Schwesterbirn), Ill. Handbuch Nr. 310

 

Gesuchte Kirschsorten

  1. Frühe Herzogenkirsche
  2. Folgerkirsche = Derice de Folger, Feuille du Cultiv, Folger Kirsche (vgl. Illstr. Handbuch, Nr. 52, Bd. 3, S. 155)
  3. Früheste bunte Herzkirsche, (Illstr. Handbuch, Nr. 23, Bd. 3, S. 557) = Legkovábbi vörnyeges hólyagos cseresnye, Guigne rouge et blanche tiquetée precoce, Early white heart
  4. Gottorper Kirsche
  5. Gubener Bernsteinkirsche = Gubener schwarze Knorpelkirsche, Ambrée de Guben, Gubéni borostyánkö cser, vgl. Ill Hb. Nr. 40
  6. Königliche Süßweichsel
  7. Krügers schwarze Herzkirsche = Krügers Herzkirsche, Krüger´ feketehólyagos cseresneje, Ill. Hb. Nr.10
  8. Meininger späte Knorpelkirsche = Bigarreau-tardif de Meiningen, Späte bunte Knorpelkirsche aus Frauendorf, Ill. Hb. Nr. 43
  9. Oranienkirsche
  10. Rote Oranienkirsche = Holländische Kirsche, Altendorfer Kirsche, Große spanische gewürzte Kirsche, Malvasierkirsche Ill Hb. Nr. 62
  11. Rothe Wolkenherzkische
  12. Schwarze spanische Frühkirsche
  13. Schwarze spanische Frühweichsel
  14. Schwarze spanische Knorpelkirsche
  15. Spanische Frühweichsel
  16. Späte Amarelle
  17. Späte Maulbeer-Herzkirsche

 

Gesuchte Pflaumensorten

  1. Frühe Leipziger Damscener Pflaume = Damas de Leipsick, Fondante Noire
  2. Glühende Kohle = Rote Diapree
  3. Große Damascener = Gros damas de Tours
  4. Kleine Reineclaude = Reineclaude petite, Petite Reineclaude, Ill. Handbuch
  5. Königspflaume von Tours, Ill. Handbuch,
  6. Reizensteiner gelbe Zwetsche

ADRESSE:

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St. Marienthal 2/ Propstei,
02899 Ostritz
Tel.: +49 (0) 35823 - 77231
Fax.: +49 (0) 35 823 - 77 250
Website: www.oberlausitz-stiftung.de
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