Mit seiner Projektidee „Effektive Maß­nahmen zum Erhalt der Biodiversität durch ehrenamtliches Engagement von Artenkennern hat die Oberlausitz-Stiftung im November 2020 den mit 2.000 € dotierten „eku Zukunftspreis idee 2020“ gewonnen.

Der Freistaat Sachsen, der diesen Preis vergibt, möchte damit u.a. lokales und regionales Engagement für den Erhalt biologischer Vielfalt, Ressourcenschonung und regionale Wertschöpfung anerkennen und fördern.

Die Projektidee der Oberlausitz-Stiftung basiert vor folgendem Hintergrund: Bislang werden viele Maßnah­men zum Schutz der Biodiversität wie z.B. die Anlage von Streuobstwiesen ohne Wissen um deren umfas­sende Wirksamkeit erbracht. Zwar gibt es Untersu­chungen zur Wirksamkeit solcher Maßnahmen in Bezug auf einzelne Tier- und Pflanzenarten. Aber eine kom­plexe Erfassung mit ökologischem Hintergrund gibt es bisher nicht. Zudem fehlt es an Kenntnissen über die mittelfristigen Kosten der Pflege von Streuobstwiesen. Ohne Kenntnis der ökologischen Wirksamkeit und der ökonomischen Kosten von Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität lässt sich jedoch kein wirksamer und effektiver Schutz der Biodiversität betreiben.

Bei dem Projekt der Oberlausitz-Stiftung sollen a) möglichst viele der Tier- und Pflanzenarten auf der ca. 2,5 ha großen Streuobstwiese der Oberlausitz-Stiftung erfasst werden b) die Kosten für die Anlage und Pflege dieser Streuobstwiese ermittelt werden c) Vergleiche zu anderen Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität gezogen werden: Neuanlage von Wald, Klein­gewässern, Hecken.

Die Projektergebnisse dienen als:

  1. Grundlage für die Beantwortung der Frage, mit welchen lokalen Maßnahmen man besonders kosten­günstig die Biodiversität fördern kann
  2. wissenschaftliche Grundlage für spätere Untersuchungen im gleichen Gebiet
  3. Grundlagenkenntnisse für die Flora und Fauna
  4. wissenschaftliches Beispiel für komplexe Erfassungen mit ökologischem Hintergrund
  5. Datengrundlage für Planungen und Nutzungsänderungen für den Naturschutz.

Die Realisierung des Projektes ist in den Jahren 2021 und 2022 vorgesehen.